Frierend warten zahlreiche junge Leute
draußen vor der Tür. Zettel werden in die Hand gedrückt: "Antrag
auf Asylbegehren". Nur langsam geht es voran auf der Zast -
Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber.
Tagtäglich
spielen sich so menschliche Dramen vor der Zast als Anlaufstelle
ab. Für rund 400 Schülerinnen und Schüler der K.A.R.S. wurde
dies konkret erfahrbar - sie standen gestern Schlange. Einen
"Asylantrag" in der Hand begehrten sie Einlass zum Theaterstück
"UnterMenschen".
Erzählt wird die Lebensgeschichte von zwei Jugendlichen
verschiedener Herkunft. Der eine ist Deutscher, wächst hier im
Wohlstand auf und wird mit 18 Jahren Mitglied einer
Rechtsextremen Gruppe. Der andere, ein Araber, wächst unter
ärmlichen Verhältnissen auf und muss vor dem Faschismus in
seinem Land fliehen. Beide haben sich vor Jahren in einem
Ferienclub kennen gelernt und wurden Freunde bis zu ihrem
"Wiedersehen" in Deutschland. Als Grundlage zu „Unter Menschen“
dienten zwei authentische Fälle.

"UnterMenschen" ist ein Theaterstück, welches die traurige
Realität von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland
zum Thema hat.
Das Stück soll die Zuschauer provozieren,
eine konkrete Meinung zur Ausländerfeindlichkeit einzunehmen.
Die gelang den Darstellern auf eindrucksvolle Weise. Gerade
in der Nachbereitung des Theaterstücks im Unterricht konnten die
K.A.R.S. bei vielen Schülern eine Sensibilisierung zu dieser
Problematik in Deutschland feststellen.